Der Bahnhofswächter fehlt, anderen so etwas wie Achtung vor fremdem Eigentum

Bahnhöfe in Kleinstädten haben es nicht leicht. Viele sind dreckig, ungepflegt und manche/r Bürger*in wird schon mal gedacht haben: Gut, dass ich nicht darauf angewiesen bin. Der hiesige wurde vor ein paar Jahren grundlegend saniert. …

Bahnhöfe in Kleinstädten haben es nicht leicht. Viele sind dreckig, ungepflegt und manche/r Bürger*in wird schon mal gedacht haben: Gut, dass ich nicht darauf angewiesen bin.

Der hiesige wurde vor ein paar Jahren grundlegend saniert. Es musste was passieren. Lange hielten Ordnung und Sauberkeit nicht. Selbst die baulichen Umgestaltungen wirkten frisch und modern.

Unmittelbar setzte die willkürliche Zerstörungswut gewisser Leute ein. Ich weiß nicht, wer das immer ist. Darüber berichtet die Presse nicht. Vielleicht schafft die Polizei es nicht, die Täter zu ermitteln.

Ich sehe tagsüber manchmal regelrechte Ansammlungen junger Leute, von denen ich mir vorstellen kann, dass sie die Abende und Nachtzeiten nutzen, um ihrem Hang zur Destruktion freien Lauf zu lassen.

Ich bin froh, dass ich diesen Bahnhof nicht nutzen muss.

Vor zwei Jahren habe ich ausnahmsweise meinen Großneffen abgeholt, der mit der Bahn von einem Kita-Ausflug zurückkam. Ich hatte Gelegenheit, das monströse Ausmaß der Details jugendlicher Aggression zu bestaunen.

Was hilft dagegen? Wie viel Geld da in Summe wohl vernichtet wird? Nun – auch das fehlt zukünftigen Generationen, weil es in die staatliche Schuldenquote einfließt. Ob das Bundesverfassungsgericht über solche »Petitessen« im Sinne der Schuldfrage nachdenkt? Wohl nicht! Nee, das tun die offensichtlich ausschließlich dann, wenn es darum geht, uns Älteren ein schlechtes Gewissen zu machen.

Bahnwärter, Streckenwärter, zuweilen auch Bahn Wächter genannt, sind die unteren Bahnbediensteten, denen bei den meisten Bahnen die Überwachung des Bahnzustandes und die Sorge für die Fahr- und Betriebssicherheit, u. zw. (im Gegensatze zu den Weichenwärtern) auf der freien Bahnstrecke, obliegt. Die Dienstzeit des Bahnwärters wird so bemessen, daß er in der Regel eine tägliche Ruhezeit von mindestens 8–9 Stunden hat. Nachtdienste sollen nicht mehr als 7, abwechselnd mit einer gleichen Zahl von Tagesdiensten, aufeinander folgen.

Berufe – Jennifer Brüggen

Wir sind nicht mehr in der Lage, Gebäude, das Glas von Bushaltehäuschen und beliebige andere Einrichtungen vor Vandalismus (Graffitis ausschließlich inklusive) zu schützen. Wenn Vandalismus als Kulturgut anpriesen wird, dürfen wir uns nicht darüber beschweren.

Keine Brücke, keine Wand, die was auf sich hält, kommt mehr ohne jene Kunstform aus, Leute, die sie kritisch beurteilen, sind von gestern. Falls es je so gewesen sein sollte, heute haben die Leute es aufgegeben, den volkswirtschaftlichen Schaden dieses Vandalismus zu messen. Es interessiert keinen.

Wenn es aber andererseits darum geht, der Bahn ans Bein zu pinkeln und ihr die Verantwortung für die Entwicklung zuzuschreiben, sind wieder alle voll dabei.

Link: Rhein-Erft: Bahnhöfe kommen in neuem Bericht nicht gut weg – Radio Erft

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