Grundwasser in 40 Meter Tiefe erschließen

Der Mai ist fast zu Ende, der Frühling geht. Dabei haben wir ihn in unserer Region (gefühlt) noch gar nicht richtig begrüßen können. Es war kühl und regnerisch. Dies jedenfalls würde ich als den subjektiven …

Der Mai ist fast zu Ende, der Frühling geht. Dabei haben wir ihn in unserer Region (gefühlt) noch gar nicht richtig begrüßen können. Es war kühl und regnerisch.

Dies jedenfalls würde ich als den subjektiven Eindruck bezeichnen, den die letzten zwei Monate bei vielen hinterlassen haben dürfte.

Bereits nächste Woche ist meteorologischer Sommeranfang. Auch in dieser Woche wird das, was ich unter Frühling verstehen würde, nicht stattfinden. Es bleibt unbeständig und für die Jahreszeit ziemlich kühl.

Dennoch: Insbesondere in unserem Teil von NRW sind nur 50 % der Niederschlagsmenge gefallen, die normalerweise im Mai niedergehen.

Felder (c) Horst Schulte, Königshoven

Etwas weiter im Norden des Landes wurde der Wert gegenüber dem Normalfall um 50 % überschritten.

Es ist immer wieder seltsam, wie sich subjektive Eindrücke von der wissenschaftlichen Realität absetzen. Kein Wunder also, dass es an diesem und vergleichbaren Punkten immer wieder zu Streitigkeiten komme.

Wie auch immer das mit der Wahrnehmung ausschauen mag, ich finde es ziemlich doof, dass wir kaum einen Tag durchgehend auf dem Balkon sitzen konnten, von Abenden gar nicht zu reden. Entsprechend dürftig ist unsere Grill – Bilanz.

Die Landwirte in unserem Gebiet haben aus der Wasserknappheit der letzten Jahre gelernt. Sie haben sich Expertise eines ehemaligen RWE-Mitarbeiters genutzt und eine erste erfolgreiche Probebohrung für Wasserbrunnen vorgenommen. In 40 Meter Tiefe stießen die Initiatoren auf Grundwasser.

Ich hätte nicht gedacht, dass man so tiefe Brunnen bohren muss, um an Grundwasser zu gelangen.

Natur und Feld
Natur und Feld (c) Horst Schulte, Königshoven

Die Landwirte reagieren mit ihrem Vorhaben auf die Folgen des Klimawandels. Mehrere heiße und trockene Sommer haben die Arbeit auf den Äckern erschwert und die Ernte bedroht. Immer wieder mussten die Bauern ihre Äcker bewässern, damit die Frucht auf den Feldern nicht verdorrte.

Reaktion auf den Klimawandel: Bedburger Landwirte lassen Brunnen bohren | Kölnische Rundschau

Die 16 Bedburger Landwirte, die sich zusammengeschlossen haben, stehen für eine landwirtschaftlich genutzte Fläche von 1000 Hektar. Sie sorgen in einer Weise vor, die ich als vorbildlich bezeichnen möchte.

Inwieweit das Projekt bzw. die nötigen Investitionen, die nach Expertenmeinung ca. 6 Millionen Euro betragen können, vom Land NRW gefördert werden, steht noch nicht fest. Die richtigen Maßnahmen sind jedenfalls eingeleitet.

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