Psychopath mit Armbrust auf Gänsejagd

Sonntags schauen meine Frau im WDR – Fernsehen regelmäßig »Tiere suchen ein Zuhause«. Unser Leben lang haben wir Katze und Hunde als Mitbewohner eigentlich nicht vermisst. Ausreden gabs dafür immer genug. Aber – wir mögen …

Sonntags schauen meine Frau im WDR – Fernsehen regelmäßig »Tiere suchen ein Zuhause«. Unser Leben lang haben wir Katze und Hunde als Mitbewohner eigentlich nicht vermisst. Ausreden gabs dafür immer genug. Aber – wir mögen Tiere. Wer eigentlich nicht?

Unsere Etagenwohnungen fanden wir für die Tierhaltung eher so mittel. Außerdem steht in heutigen Mietverträgen gern was davon, das Haustiere nicht erwünscht wären. Nun, ich weiß, dass man sich daran nicht zwingend halten muss. Wir hatten Mitmieter, die Hunde oder Katzen hatten. Es heißt halt nicht grundlos: wo kein Kläger, da kein Richter.

Ich glaube, wir sind beide eher Hundemenschen. Es ließe sich also einrichten, mit dem Tier die nötigen täglichen Runden zu drehen. Aber trotzdem. Was machen wir im Urlaub oder wenn wir auch nur mal ein paar Tage verreisen möchten? Hund mitnehmen? Geht auch. Vorausgesetzt man findet einen tierlieben Hotelbesitzer. Das gibts alles. Einfach ist das dennoch nicht.

Ich war heute im Park unterwegs und habe einige Schnappschüsse gemacht

Die Geschichten mancher Tiere sind so anrührend, das uns diese immer wieder neu zum Nachdenken gebracht haben. Wir kennen einige Leute, die ihre Tiere aus einem Tierheim geholt haben. Sie waren alle glücklich. Vor allem die Tiere, glaube ich zu wissen, waren es nicht weniger. Und darum gehts ja.

Hoffentlich wird nach der Corona – Zeit nicht das eintreten, was viele Menschen, die sich dem Dienst in Tierheimen verschrieben haben, befürchten. Im Moment herrscht aus nachvollziehbaren Gründen eine sehr rege Nachfrage. Selbst Problemtiere haben durch die große Nachfrage nach Haustieren eine gute Chance vermittelt zu werden.

Was passiert jedoch, wenn es nicht klappt, wenn also beispielsweise nach dem Ende von Home Office und Unmengen von ungewollter »Freizeit« diese Tiere nicht mehr in den neuen alten Tagesablauf passen?

Werden sie das – wie wir das vor den Ferien seit Jahren kennen – einfach irgendwo ausgesetzt? Oder werden sie (was natürlich wünschenswert wäre) immerhin ans Tierheim zurückgegeben, weil die Halter einsehen, dass die normalen Lebensumstände die Haltung eines Tieres doch nicht zulassen?

Magnolien in voller Blüte

Das sind traurige Gedanken, ich weiß. Ich wünschte, dieser Schatten würde nicht über der tollen Arbeit, die viele MitarbeiterInnen in unseren Tierheimen leisten, liegen. Aber seien wir realistisch. Viele werden die Tiere zur Unterhaltung während dieser bleiernen Zeit genommen haben. Auch, wenn sie sich das heute noch nicht eingestehen werden.

Wenn die Corona-Ausnahmezeit ihrem Ende entgegengeht, schlägt die Form des Egoismus durch, die wir aus der Vergangenheit kennen. Ich fürchte, so wird es kommen. Auch dann, wenn viele das jetzt weit von sich weisen werden.


Nicht, dass jetzt jemand glaubt, ich wollte die Menschen, die Haustiere in der Corona-Zeit aufgenommen haben, mit solchen Leuten vergleichen, die das tun, wovon ich jetzt erzähle. Aber leider handelt es sich aber nicht um ein Beispiel, das so selten ist. Die Medien berichten häufig von Fällen, die einem unglaublich scheinen. Menschen sind manchmal eben die schlimmsten Lebewesen, die diese Erde bevölkern. Der Tierschutz hat immer noch nicht den Stellenwert, den er längst einnehmen sollte. Wir nehmen es zur Kenntnis, dass Tiere immer noch als Sache behandelt werden. Die Folgen für Tierquäler sind entsprechend.

Link: Tierquälerei: Warum Tierquäler nicht bestraft werden
Link: Strafen bei Tierquälerei

In unseren Tageszeitungen las ich von einem Fall, der mich ganz schön erschüttert hat. Eine Kanadagans ist in einem Schutzgebiet, durch das ich mit meiner Kamera auch gerne streife, vom Pfeil einer Armbrust schwer verletzt.

Inzwischen wurde das Tier glücklicherweise gefunden. Es war sehr verletzt. Zum Glück konnte der Pfeil entfernt werden, das Tier ist auf dem Weg der Besserung. Auch in diesem Fall ist es schön mitzubekommen, wie viele Menschen sich dafür engagieren, dass Tieren geholfen wird.

In diesem Fall waren daran neben der Feuerwehr eine Menge anderer Leute aktiv beteiligt. Ich muss nicht erzählen, wie sehr alle, die von dieser Geschichte hörten, über dieses feige »Attentat« aufgebracht waren.

Hoffentlich schnappen sie den oder die Täter. Man sollte ihnen auch einen Pfeil in den Rücken schießen und sie dann umherirren lassen. Sie hätten eine harte Strafe verdient, diese mistigen Unmenschen.

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